Trockene Augen – im Büro gibt es einige mögliche Auslöser

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Unsere Augen haben eine Menge zu tun. Im Grunde sind sie den ganzen Tag über im Dauereinsatz. Dabei werden sie im Normalfall mit der Tränenflüssigkeit befeuchtet, diese verteilt sich durch das Blinzeln gleichmäßig und die Augen trocknen nicht aus. Es kann jedoch aus unterschiedlichen Gründen passieren, dass diese ständige Feuchtigkeitsversorgung der Augen durch mangelnde Tränenflüssigkeit beeinträchtigt ist.
Dadurch werden die Augen trocken, beginnen zu jucken oder es fühlt sich an, als wäre ein Fremdkörper hineingeraten. Das sind jedoch nicht die einzigen möglichen Anzeichen für trockene Augen. Schmerzen oder ein Druckgefühl können genauso vorkommen wie Rötungen. Möglich ist auch, dass die Augen anschwellen, morgens beim Aufwachen verklebt sind oder auch Sekret abgeben. Gegen die Trockenheit versucht der Körper mit mehr Tränenflüssigkeit vorzugehen. Wenn die Augen tränen, kann dies also auch darauf zurückzuführen sein, dass sie eigentlich zu trocken sind.
Grundsätzlich sind trockene Augen nichts Ungewöhnliches. Viele Menschen sind davon betroffen und die Auslöser sind in den meisten Fällen tatsächlich harmlos. Vor allem im Büroalltag sammeln sich gleich mehrere mögliche Ursachen für trockene Augen, es ist deswegen nicht verwunderlich, wenn sich das Problem vor allem auf der Arbeit zeigt.

Häufige Ursache für trockene Augen ist unter anderem das zu lange Starren auf den PC-Bildschirm. Dabei blinzelt man zu selten, die Tränenflüssigkeit wird nicht richtig verteilt und die Trockenheit ist die Folge. Abwechslung vom Bildschirm und ein wenig Erholung zwischendurch erhalten die Augen, indem man in regelmäßigen Abständen den Blick schweifen lässt. Am besten schaut man zwischendurch auf einen weit entfernten Punkt. Das entspannt die Augen und kann die Trockenheit der Augen lindern.
Ein weiterer Faktor, der die Augen austrocknet, ist trockene Luft, zum Beispiel Heizungsluft. Auch Zugluft kann eine Ursache sein. Hier ist es hilfreich, auf ausreichende Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu achten, was allerdings im Büro schwieriger ist als zu Hause. Man kann jedoch auch im Büro Durchzug vermeiden bzw. sich selbst möglichst keinem Durchzug aussetzen.
Schon auf dem Weg zur Arbeit kann man den Augen helfen, indem man das Gebläse im Auto so einstellt, dass der Luftstrom nicht die Augen trifft.

Trockene Augen können aber auch auftreten, wenn man Kontaktlinsen trägt. Ob hier die Ursache für die Beschwerden liegt, lässt sich wiederum recht einfach herausfinden: Wer im Büro normalerweise Kontaktlinsen trägt, stellt einfach einen oder zwei Tage auf die Brille um. Dabei fällt schnell auf, ob es den Augen besser geht. Grundsätzlich sollte man Kontaktlinsen nie zu lange am Stück tragen.
Auch während der Arbeitszeit ausreichend zu trinken, gerade dann, wenn man viel zu tun hat, kann ebenfalls zur Lösung des Problems beitragen. Flüssigkeitsmangel ist nämlich eine weitere mögliche Ursache für trockene Augen.
Eine weitere Ursache für Augentrockenheit ist heutzutage im Büro kaum noch ein Thema, kann jedoch im Home-Office eine Rolle spielen: Das Rauchen am Arbeitsplatz zählt zu den möglichen Auslösern für Augentrockenheit. So ist es ratsam, in der Wohnung gar nicht zu rauchen oder zumindest ausreichend zu lüften, um so die Augen zu schonen.

Gerade am Arbeitsplatz kann es also diverse Gründe für trockene Augen geben, wieso man mit trockenen Augen zu tun hat. Einfache Gegenmaßnahmen helfen häufig schon. Wenn die Augen aber trotz allem ständig trocken sind und das nicht nur im Büro, sondern auch über die Arbeitszeit hinaus, sollte man sich auf die Suche nach anderen möglichen Ursachen machen. Bei Frauen können trockene Augen zum Beispiel an Hormonumstellungen liegen, wie sie vor allem im Laufe einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auftreten.
Dass ein Auge trocken ist oder sich zumindest so anfühlt, kann auch ein Anzeichen einer Bindehautentzündung sein. Die Bandbreite an möglichen Ursachen für trockene Augen ist insgesamt groß und reicht bis zu ernst zu nehmenden Erkrankungen. Auch wenn die Erklärung meistens harmlos ist, sollte man die Ursache am besten vom Arzt abklären lassen, vor allem, wenn außerdem noch andere Beschwerden dazukommen.

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